Stuttgart, 21. April 2026 – Die Eskalation im Nahen Osten trifft die Wirtschaft direkt: Die Mehrheit der Unternehmen im Südwesten berichtet bereits von spürbaren Folgen. Das zeigt eine aktuelle IHK-Blitzumfrage, an der zwischen dem 13. und 15. April 2026 fast 400 Unternehmen in Baden-Württemberg teilgenommen haben. Demnach sehen sich 85 Prozent der befragten Betriebe im Land branchenübergreifend durch den Konflikt beeinträchtigt.
Besonders deutlich schlagen steigende Fracht- und Transportkosten zu Buche: Mehr als 60 Prozent der Unternehmen berichten von Belastungen, in Industrie (75 Prozent) und Handel (78 Prozent) sogar eine klare Mehrheit.
Ein Beispiel: Ein 20-Fuß-Container von China nach Deutschland kostet demnach aktuell 2.100 Euro. Vor dem Nahost-Konflikt waren es 1.800 Euro. Zwar verläuft die zentrale Handelsroute zwischen China und Europa nicht durch die Straße von Hormus – die Spannungen in der Region erhöhen jedoch die Energiekosten, verknappen die Kapazitäten und treiben damit die Transportpreise für die Unternehmen in die Höhe.
