Stuttgart, 28. Mai 2026 – Die Exporterwartungen der baden-württembergischen Industrie haben sich im Frühjahr spürbar eingetrübt. Deutlich mehr Unternehmen als noch zu Jahresbeginn rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit rückläufigen Ausfuhren. So stieg die Quote der Betriebe mit pessimistischen Erwartungen von knapp 20 auf rund 25 Prozent. Gleichzeitig nahm der Anteil der Unternehmen mit positiven Exportaussichten lediglich moderat von 28 auf rund 30 Prozent zu. Insgesamt überwiegen optimistische Einschätzungen damit nur noch leicht. Das zeigt die Sonderauswertung der IHK-Konjunkturumfrage vom Frühsommer 2026, an der zwischen dem 13. April und 4. Mai rund 1.200 Industriebetriebe aus Baden-Württemberg teilgenommen haben.
„Die Zahlen zeigen klar: Die positive Grundtendenz vom Jahresbeginn hat sich spürbar abgeschwächt. Handelskonflikte, geopolitische Risiken und steigende Kosten sorgen für erhebliche Unsicherheit in den Unternehmen“, sagt Claus Paal, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) und Präsident der im BWIHK für die Außenwirtschaft federführenden IHK Region Stuttgart.
