Baden-Württembergs Wirtschaft fasst wieder Tritt – doch der Aufschwung bleibt fragil
Stuttgart, 19. Oktober 2026 – Baden-Württembergs Wirtschaft blickt wieder etwas zuversichtlicher nach vorne. Nach der Eintrübung im Frühsommer hat sich die Stimmung in den Unternehmen verbessert. Vor allem die exportstarke Industrie sorgt für Auftrieb, doch die Erholung bleibt fragil: Die Nachfrage im Inland ist weiterhin schwach, hohe Standortkosten belasten die Betriebe und die Investitionsbereitschaft kommt nur langsam in Gang. Das zeigt die aktuelle Konjunkturumfrage der zwölf Industrie- und Handelskammern in Baden-Württemberg.
Inzwischen bewerten rund 30 Prozent der Unternehmen ihre Geschäftslage als gut, im Frühsommer waren es 28 Prozent. Deutlicher fällt die Verbesserung beim Blick nach vorne aus: Rund 23 Prozent rechnen in den kommenden zwölf Monaten mit besseren Geschäften – sechs Prozentpunkte mehr als im Frühsommer (17 Prozent). Gleichzeitig ist der Anteil der Unternehmen, die eine Verschlechterung erwarten, von 28 auf 21 Prozent gesunken. Die Mehrheit bleibt allerdings zurückhaltend: 56 Prozent gehen davon aus, dass sich an ihrer Geschäftslage vorerst wenig ändert.
