Stuttgart, 28. Oktober 2026 – Wenige Tage vor den US-Kongresswahlen und mit Blick auf den EU-Kanada-Gipfel in Montreal fordert der Baden-Württembergische Industrie- und Handelskammertag (BWIHK) mehr Tempo bei der Erschließung neuer Absatzmärkte und der Stärkung verlässlicher Handelspartnerschaften. Hintergrund sind die anhaltenden handelspolitischen Unsicherheiten im US-Geschäft. Von Januar bis August 2026 exportierten die baden-württembergischen Unternehmen Waren im Wert von 21,3 Milliarden Euro in die USA. Das sind gut zwei Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2025, aber satte zehn Prozent weniger als in der gleichen Zeitspanne 2024, in der es noch keine Trumpsche Zollpolitik gab.
Zwar haben sich die Exporterwartungen der Unternehmen zuletzt etwas aufgehellt: Laut der aktuellen BWIHK-Konjunkturumfrage vom Herbst rechnen 38 Prozent mit steigenden Ausfuhren in die USA, während 21 Prozent einen Rückgang erwarten. Doch die Aussichten für das US-Geschäft bleiben schwer kalkulierbar.
