Der BWIHK schlägt konkrete Schritte vor: Bewährte Programme sollen dauerhaft fortgesetzt und Leistungskennzahlen um wirtschaftsrelevante Kriterien ergänzt werden. Durch eine regelmäßige Erfassung des Bedarfs von Unternehmen können Studienangebote ange-passt und Fachkräfte gezielt ausgebildet werden. Vor allem in den MINT-Fächern sollten Studierende strategisch gefördert werden.
Die Abschaffung der Studiengebühren für ausländische Studierende aus Nicht-EU-Ländern ist darin als zentrale Maßnahme formuliert, um die baden-württembergischen Hochschulen für internationale Talente attraktiver zu machen. Diese orientieren sich vermehrt hin zu Hochschulen anderer Bundesländer, die keine Gebühren verlangen – eine Entwicklung der explizit entgegengewirkt werden soll. Im Bereich des Wissens- und Technologietransfers sollen Unternehmen verstärkt von anwendungsorientierter Forschung profitieren und sich enger mit Hochschulen, Lehrenden und Studierenden vernetzen. „Wir reden oft von einem Land der klugen Köpfe,“ betont Schwörer. „Das ist aber kein Selbstläufer.“
