Allgemein
- 28. Juni 2025
Umfrage: Investitionen von bw-Unternehmen in Forschung und Entwicklung
Innovations-Investitionen unter Druck – Förderung wichtiger denn je
Auch wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für viele Betriebe bekanntermaßen schwierig sind, zeigen sich die Unternehmen in Baden-Württemberg forschungsbereit: 77 Prozent der Betriebe haben 2025 in FuE investiert – ein Plus gegenüber 2018. Auch die FuE-Intensität ist gestiegen. Gleichzeitig jedoch sinkt die Bereitschaft, das FuE-Budget in den kommenden 3-5 Jahren auszuweiten (nur noch 53 Prozent, −15 Prozentpunkte). 13 Prozent der Unternehmen planen sogar Kürzungen (+8 Prozentpunkte).
Ein Grund: Politische und wirtschaftliche Unsicherheiten setzen auch Investitionen der Betriebe in Forschung und Entwicklungen (FuE) unter Druck.
Förderprogramme wirken diesem Trend entgegen, setzt klare Anreize – 56 Prozent der FuE-aktiven Unternehmen haben sie schon genutzt, 65 Prozent davon hätten ihre Projekte sonst nicht oder nur eingeschränkt umgesetzt. Besonders gefragt: die Förderung von Personalkosten (67 Prozent).
Wichtig als BWIHK-Feststellung, ist jetzt ein einfacher Zugang zu passenden Programmen – etwa über einen digitalen ‚One-Stop-Shop‘ mit Standardisierung der Verfahren und dem Grundsatz ‚Beginn auf eigenes Risiko‘.
Weiteres Ergebnis: Der bestehende ‚Förderdreiklang des Landes‘ (Innovationsgutscheine – Invest BW – Digitalisierungsprämie Plus) deckt die unterschiedlichen Bedarfe von kleinen und großen Unternehmen gut ab. Eine Verstetigung ist aus Sicht der IHK-Organisation essenziell – ebenso wie technologieoffene Zugänge.
Kritisch sieht die IHK-Organisation hingegen die Abschaffung der Zuschüsse bei der Digitalisierungsprämie Plus – in wirtschaftlich fordernden Zeiten ein Schritt in die falsche Richtung.
Alle Ergebnisse und unsere Forderungen im PDF gibt es mit Klick hier.
