Stuttgart, 24. März 2026 – Die Europäische Union und Australien haben ihr Freihandelsabkommen abgeschlossen. Aus Sicht des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK) kommt die Einigung zur richtigen Zeit: „In einem zunehmend fragmentierten Welthandel ist es entscheidend, dass Europa geschlossen vorangeht und strategische Partnerschaften mit verlässlichen Partnern ausbaut“, sagt BWIHK-Vizepräsident Claus Paal. „Freihandel ist die Grundlage für Wachstum, Innovation und Beschäftigung – gerade für unsere Unternehmen im Südwesten.“
Zugleich sieht die Wirtschaft Bewegung in der europäischen Handelspolitik: „Wir erleben derzeit neue Dynamik bei Handelsabkommen – etwa mit Indien, Indonesien oder den Philippinen. Europa wird Schritt für Schritt handlungsfähiger. Diesen Weg müssen wir konsequent weitergehen“, so Paal. Die aktuellen Handelskrisen erfordern und ermöglichen neue Abkommen mit Partnerländern.
Weniger Zölle, mehr Planungssicherheit
Für die Unternehmen in Baden-Württemberg eröffnet das Abkommen neue Perspektiven. Der Abbau von Zöllen, ein verbesserter Zugang zu öffentlichen Ausschreibungen und mehr Planungssicherheit stärken insbesondere Schlüsselbranchen wie Maschinenbau, Automobilzulieferindustrie, Medizintechnik sowie die Elektro- und Digitalwirtschaft.
