Stuttgart, 16. Februar 2026 – Die Exporterwartungen der baden-württembergischen Industrie hellen sich zu Jahresbeginn leicht auf. Erstmals seit zwei Jahren überwiegen wieder die positiven Stimmen. Von einer Trendwende kann jedoch keine Rede sein. Nach der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage rechnen 28 Prozent der Industrieunternehmen in den kommenden zwölf Monaten mit steigenden Ausfuhren – zwei Prozentpunkte mehr als im Sommer 2025. Knapp 20 Prozent erwarten einen Rückgang (Sommer: 28 Prozent). Asien bietet derzeit die besten Perspektiven, Nordamerika bleibt schwer berechenbar. Die Eurozone stabilisiert sich leicht, während der Ausblick für China weiter eingetrübt bleibt.
„Die Exporterwartungen hellen sich zum Jahresbeginn erstmals seit zwei Jahren wieder leicht auf. Das ist ein wichtiges Signal – allerdings zunächst nur eine Momentaufnahme, wie sie zu Jahresbeginn häufiger zu beobachten ist“, sagt Claus Paal, Vizepräsident des Baden-Württembergischen Industrie- und Handelskammertages (BWIHK). „Auch bei Lage und Erwartungen sehen wir einen leichten Dreh nach oben. Ob daraus mehr wird, zeigt sich aber erst im Laufe des Jahres.“
Genau deshalb brauche es jetzt Rückenwind aus der Politik, so Paal.
